Schon mal gehört, wie ein Toyota Prius an die Ampel rollt? Nein? Geht auch nicht, denn zu hören ist nichts. Im leichten Fahrbetrieb rollt das Hybridfahrzeug nur per Elektroantrieb. Die einzigen Geräusche, die im Klanggewitter des Alltags untergehen, sind ein leises elektrisches Summen oder ein bisschen Knirschen der Reifen über kleine Sandpartikel auf dem Asphalt. Mehr nicht. Quasi nichts, quasi Stille. Und diese Stille ist der Auslöser, warum immer mehr Hersteller mit dem Strom schwimmen wollen. So etwa die Daimler AG, die sich gerade beim Kleinserienhersteller Tesla eingekauft hat.
Dieser Stille gehört die Zukunft. Oder ein wichtiger Teil davon. Wobei die Stille nichts mit Stillstand, sondern vielmehr mit E-Mobilität zu tun hat. "Der Einstieg von Daimler bei Tesla wird den Übergang von einem auf Erdöl basierenden Verkehrswesen hin zu einem alternativen Modell mit Elektrofahrzeugen fördern", sagt Shai Agassi, Gründer von "Better Place", das weltweit Infrastrukturen für Elektromobilität schaffen will. Schon 2011 will Agassi gemeinsam mit Renault-Nissan Elektroautos als Massenbewegungsmittel in Israel und Dänemark einführen.

