13. März 2008
In der Wirtschaft trifft diese Forderung auf starke Skepsis. „Wäre es nicht eher die Aufgabe der SPD, die Wähler der Linken wieder für sich zu gewinnen?“, fragt Udo Nadolski, Geschäftsführer des Düsseldorfer Beratungshauses Harvey Nash. „Darum muss sich nicht die CDU kümmern. Früher war es guter Brauch, dass die Sozialdemokratie keine Partei links von sich zulässt und die Union den konservativen beziehungsweise ‚rechten’ Rand mit abdeckte. Zurzeit ist jedoch festzustellen, dass die beiden großen Volksparteien immer mehr nach links rücken. Wir haben mittlerweile in diesem Land zwei sozialdemokratische Volksparteien, die immer mehr Zuspruch beim Wahlvolk verlieren. Und nachdem die Grünen nicht mehr in der Regierungsverantwortung stehen, setzen sie sich ebenfalls merklich von der Agenda-Politik ab, die sie einst selbst mitvertreten haben. Tja, und von der FDP hört man halt sehr wenig.“


