Berlin/Düsseldorf, 29. August 2007
Stellungnahme zur Studie des Deutschen Instituts für Altervorsorge „Verloren im Dschungel der Möglichkeiten“
Akademiker haben Angst vor privater Altersvorsorge. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Deutschen Institutes für Altervorsorge (DIA) in Köln. „Dass gerade bei Akademikern die Furcht vor falschen Entscheidungen in Sachen privater Altersvorsorge besonders stark ausgeprägt ist, liegt daran, dass eine Menge an Vorsorge-Potential nicht erkannt wird. “, sagt Udo Nadolski Geschäftsführer des Düsseldorfer Beratungshauses Harvey Nash. Als Beispiel gelte hier die sogenannte Rürup-Rente, die im Schatten der Riester-Rente nahezu unbekannt sei, aber gerade für Selbstständige eine empfehlenswerte Alternative darstelle.
Ein weiteres Problem ist laut der DIA-Untersuchung die Vielfalt der Angebote. Viele Menschen finden sich im Dschungel der diversen privaten Vorsorgen einfach nicht zurecht. „Da ist schon lange eine gewisse Sorglosigkeit auszumachen. ‚Dann gebe ich im Alter eben weniger aus’ ist eine häufig vernehmbare Antwort“, so Nadolski. Auch die DIA warnt davor, sich beispielsweise auf Erbschaften zu verlassen. Erbschaften würden zukünftig geringer ausfallen, da die höhere Lebenserwartung, steigende Konsumfreude von älteren Generationen und höhere Pflegekosten das Vermögen stärker belasten als in der Vergangenheit. „Gerade für gut verdienende Akademiker lohnt sich also eine intensive Beratung, um im Alter versorgt und liquide zu sein“, so Nadolski.


