Kostenfragen, Innovationstrends, Sourcing-Strategien, Fachkräftemangel, Jobzufriedenheit, Gehaltsentwicklung: Die Highlights des Harvey Nash CIO Survey 2010 mit Schweiz-Bezug in Kürze.
• Technologie hat infolge der Krise eine bedeutende Rolle im Überlebenskampf von Unternehmen gespielt. Drei Viertel aller Befragten gaben an, dass 2009 Kosteneinsparungen und Effizienzsteigerung im Mittelpunkt ihrer Aktivitäten standen. 40% der Schweizer CIOs mussten bereits 2009 mit kleineren Budgets auskommen, heuer sind es 29%, die mit weniger Geld ihre Abteilungen betreiben müssen.
• Durch die Erholung der Wirtschaft ergeben sich für CIOs wieder neue Prioritäten: CIOs in Deutschland, Grossbritannien und den USA werden im laufenden Jahr wieder vermehrt auf Investitionen und Innovationen fokussieren. Schweizer CIOs setzen 2010 darauf, den Rückstand von rezessionsbedingt aufgeschobenen Projekten wieder aufzuholen.
• Der Fachkräftemangel verstärkt sich. 58% der Befragten schlagen sich mit fehlenden Technologiekenntnissen herum. Am grössten sind die Probleme bei der Rekrutierung von qualifiziertem IT-Personal in Skandinavien (74%), der Schweiz (71%), den USA (68%), den Niederlanden (65%), Belgien (67%) und Deutschland (62%).
• Während weltweit Innovationsprojekte in der Rezession eingesetzt wurden, um Kosteneinssparungen zu erzielen, fokussiert der Grosssteil der CIOs (60%) heute auf Wachstumsaktivitäten und nutzt Innovationen, um die Qualität der Produkte und -Dienstleistungen zu steigern.
• Schweizer CIOs sind gegenüber Trend-Technologien skeptischer. Nur 26% wollen Software as a Service nutzen, weltweit liegt der Wert bei 35%. Ähnlich sieht es beim Cloud Computing aus: 36% der Schweizer CIOs wollen ihre Aktivitäten im Cloud Computing verstärken, weltweit wollen dies hingegen ganze 51% tun.
• 37% der Schweizer CIOs sparen Kosten durch Outsourcing von Dienstleistungen. Am häufigsten werden Infrastruktur, Wartung von Software-Applikationen und Software-Entwicklung ausgelagert. Am meisten wird nach Indien (40%) und Osteuropa (30%) ausgelagert. Die Schweiz bleibt auch 2010 die Nation mit der geringsten IT-Abhängigkeit von Indien.
• Während 2009 weltweit 44% aller CIOs direkt an den CEO oder CFO rapportierten, waren in der Schweiz lediglich 29% direkt dem Geschäftsführer unterstellt. 2008 lag der Wert noch bei 42%.
• Lediglich 46% der Schweizer CIOs glauben, dass ihre Rolle in Zukunft strategischer wird. Damit liegen die Schweizer IT-Verantwortlichen auf dem zehnten und letzten Platz, durchschnittlich meinen 71%, ihre Rolle werde an Bedeutung gewinnen. Passend dazu: nur 73% der Schweizer CIOs sind mit ihrem Job zufrieden — weltweit sind es 84%.
• Der Grossteil der Befragten (über 60%) erhielt 2009 keine Gehaltserhöhung, 10% verdienten sogar 2009 weniger als im Vorjahr. Die Schweizer CIOs liegen mit durchschnittlich 158'140 Dollar Jahresgehalt weltweit auf Platz 3 hinter Deutschland (175'000 Dollar) und den USA (164'119 Dollar).
Harvey Nash und PA consulting Group haben gemeinsam in einer grossangelegten Studie weltweit 2655 CIOs über ihre aktuelle Situation befragt. Bestellen Sie die ganze Studie hier.


