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Bewerbungsgespräche; Gründe für das Scheitern im Bewerbungsgespräch

Wenn Sie es bis zum Bewerbungsgespräch geschafft haben, ist es wesentlich, dass Sie Ihr Bestes geben können; danach haben Sie praktisch keine Möglichkeit mehr, ein schlechtes Bewerbungsgespräch zu retten.

Neun Gründe, aus denen Menschen im Bewerbungsgespräch scheitern

1. Fehlende Kenntnisse über das Unternehmen

In Ihren grundlegenden Vorbereitungen auf das Bewerbungsgespräch müssen Sie sich mit dem Unternehmen befassen und seine Rolle kennen lernen. Der grösste Gesprächskiller ist die Frage: "Was macht Ihr Unternehmen eigentlich genau?"

2. Äussere Erscheinung

Ein konservativer Geschäftsanzug ist immer die sicherste Art, sich zu kleiden. Lassen Sie sich von der lockeren Kleiderordnung im Unternehmen nicht in die Irre führen. Bewerbungsgespräche werden als formale Geschäftssituation betrachtet. Sie können sich lockerer kleiden, sobald Sie angestellt sind.

3. Ungenügende Vorbereitung

Bereiten Sie sich auf die technischen und persönlichen Fragen vor, die Sie von jedem Fragesteller wahrscheinlich erwarten können. Setzen Sie eigene Erfahrungen vor allem mit den Fragen in Beziehung, die Ihnen über Ihre Fähigkeiten und Persönlichkeitsmerkmale gestellt werden. Seien Sie darauf vorbereitet, Fragen mit spezifischen Beispielen Ihrer Stärken und Fähigkeiten zu beantworten.

4. Grundlegende Fehler

Erscheinen Sie rechtzeitig zum Gespräch; wenn Sie sich nicht Mühe geben, werden Sie die Stelle nicht kriegen. Personalberatungsagenturen werden keine Kandidaten vorschlagen, die ihre Agentur nicht würdig vertreten. Falls Sie voraussehen, dass Sie zu spät kommen oder das Gespräch absagen müssen, ist es angebracht, Ihren Gesprächspartner oder Berater zum frühest möglichen Zeitpunkt zu benachrichtigen. Dies wirkt höflich und zeigt, dass Sie Ihren Zeitplan auch in unvorhergesehenen Situationen im Griff haben. Nur wenige Vorgesetzte werden Sie ablehnen, wenn sie in angemessener Weise benachrichtigt werden.

5. Fehlende/zu viel Begeisterung

Obwohl Unternehmen sagen, sie stellen Kandidaten mit speziellen Anforderungsprofilen ein, hängen Bewerbungsgespräche wesentlich von der Verbindung zwischen der befragenden Person und dem Kandidaten ab. Wenn Sie Begeisterung für Ihre Arbeit, Ihre Karriere und das neue Unternehmen zeigen und ausdrücken, wird Ihnen eher eine Stelle angeboten. Wie Sie etwas sagen, ist genauso wichtig wie der Inhalt Ihrer Aussage. Sie müssen verstehen, wie Ihre bestimmte Persönlichkeit während eines Bewerbungsgesprächs kommuniziert.

Sie haben nur eine Gelegenheit, einen ersten Eindruck zu hinterlassen. Übersteigerte Begeisterung ist jedoch ebenfalls ein Killer. Dies ist besonders für Menschen hart, die während einiger Zeit arbeitslos waren und unbedingt wieder eine Arbeitsstelle wollen und bereit sind, jede Stelle anzunehmen. Das Paradoxe daran ist, dass die Bereitschaft, jede Arbeit anzunehmen, oft damit endet, mit leeren Händen dazustehen.

6. Negativität

Kritisieren Sie nie einen früheren Arbeitgeber, eine frühere Stelle oder einen früheren Vorgesetzten. Sie können Ihren Arbeitsfrust "umwandeln", indem Sie über Ihren Wunsch nach einem höheren Beitrag, einer Mitarbeit in einem Team oder einer grösseren Herausforderung sprechen. Praktisch jede Person hat in ihrer beruflichen Laufbahn einmal für einen schwierigen Vorgesetzten gearbeitet; dies ist einer der wichtigsten Gründe für den Stellenwechsel. Äussern Sie sich in Ihren Kommentaren positiv und zeigen Sie eine positive Einstellung; Negativität gegenüber Ihrem früheren oder gegenwärtigen Arbeitgeber ist ein Gesprächskiller.

7. Nicht richtig zuhören

Fragen Sie im Gespräch nach den Fähigkeiten, Erfahrungen und Persönlichkeitsmerkmalen, die für ein erfolgreiches Arbeiten an dieser Stelle notwendig sind. Sie werden dann diese gleichen Qualitäten betonen, die für Sie zutreffen. Wenn Sie zu sehr damit beschäftigt sind, Ihre nächste Idee zu formulieren, anstatt aufmerksam zuzuhören, verpassen Sie diese wichtige Information. Seinem Gesprächspartner nicht richtig zuzuhören, ist wie das Schiessen mit verbundenen Augen auf ein Ziel.

8. Keine unterstützenden Beweise

Menschen erinnern sich viel besser an Geschichten als an Tatsachen und Zahlen. Halten Sie Fakten und übertragbare Erfahrungen bereit, mit denen Sie jede Ihrer Fähigkeiten und jedes Persönlichkeitsmerkmal untermauern können, das für die Stelle wichtig ist.

9. Lügen oder schönreden

Denken Sie nie daran, in einem Bewerbungsgespräch zu lügen. Eine Lüge wird Sie früher oder später einholen. Wenn Sie einmal mit einer Lüge begonnen haben, gibt es keinen Ausweg mehr und Sie verstricken sich immer mehr darin. Wenn Sie dabei erwischt werden, geht Ihnen nicht nur die Stelle verloren, sondern auch Ihre Agentur lässt Sie möglicherweise fallen. Schönreden ist ein häufigerer Fehler. Die Grenze zwischen schönreden und lügen ist ganz fein. Für einen erfahrenen Bewerbungsgesprächsführer ist sie normalerweise leicht zu erkennen.

Seien Sie stolz auf Ihre Fähigkeiten, preisen Sie sie an, aber erfinden Sie keine. Thomas J. Dougherty & Associates, eine Stellenvermittlungsagentur in den USA, befragte 150 andere Bewerbungsgesprächsführer.

Sie erstellten eine Liste mit den 30 häufigsten Fehlern, die Stellenbewerber in Bewerbungsgesprächen begehen: (in beliebiger Reihenfolge)

  • Schlechte äussere Erscheinung.
  • Fehlendes Interesse, fehlende Begeisterung:
  • Passivität und Gleichgültigkeit.
  • Überbetonung des Geldes: nur am besten Angebot interessiert.
  • Verurteilung früherer Arbeitgeber.
  • Kein Augenkontakt mit dem Gesprächspartner beim Gespräch.
  • Schlaffer, gleitender Händedruck.
  • Keine Bereitschaft, den Arbeitsort zu wechseln.
  • Erscheint zu spät zum Gespräch.
  • Verpasst es, die Zeit zu würdigen, die sich der Gesprächspartner für das Bewerbungsgespräch nimmt.
  • Stellt keine Fragen über die Stelle.
  • Langatmige Antworten auf die Fragen.
  • Überheblich, zu aggressiv, eingebildet mit Überlegenheits- oder "ich weiss alles"-Komplex.
  • Unfähigkeit, sich selbst klar auszudrücken: Schlechte mündliche Ausdrucksweise, Grammatik.
  • Fehlende Karriereplanung: keine Vorsätze und Ziele.
  • Fehlendes Selbstvertrauen und Auftreten: nervös, fühlt sich unwohl.
  • Nimmt an keinen Aktivitäten teil.
  • Nicht bereit, unten zu beginnen – erwartet zu schnell zu viel.
  • Entschuldigt sich, weicht aus, windet sich unter den Fragen zu nachteiligen Faktoren in seinen Unterlagen.
  • Taktlos.
  • Unhöflich: schlechte Manieren.
  • Fehlende Reife.
  • Fehlende Vitalität.
  • Unentschlossenheit.
  • Schludrige Bewerbung.
  • Nur auf Stellen-Einkaufstour.
  • Will nur eine Kurzzeitstelle.
  • Kein Interesse am Unternehmen oder der Industrie.
  • Niedrige moralische Werte.
  • Zynisch.
  • Faul.
  • Was geschieht, wenn Sie dabei sind, ein Bewerbungsgespräch zu verpfuschen?

Korrigieren Sie es. Sobald Sie den Raum verlassen, ist Ihr Schicksal besiegelt. Wenn Sie merken, dass sich das Gespräch zu Ihrem Nachteil entwickelt, können Sie versuchen, das Gespräch wieder in die richtigen Bahnen zu lenken. Eine Bereitschaft, Fehler zuzugeben, wird den Eindruck von Ihnen nicht beeinträchtigen.

Wenn Sie wissen, was Sie falsch gemacht haben, können Sie dies dem Gesprächspartner mitteilen und Ihre Aussage korrigieren.

Wenn Sie das unklare Gefühl haben, dass Ihnen das Gespräch entgleitet, fragen Sie Ihren Gesprächspartner direkt, wie seiner Meinung nach das Gespräch verläuft und ob irgendwelche Probleme vorhanden sind, die Sie ansprechen könnten. Sagen Sie ihm, dass Sie das Gefühl haben, nicht den richtigen Eindruck gemacht zu haben, und liefern Sie den Beweis für den Eindruck, den Sie machen wollten.

Vielleicht funktioniert das nicht, aber wenn Ihr Bewerbungsgespräch wirklich schlecht gelaufen ist, haben Sie ohnehin nichts mehr zu verlieren.

 


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