Udo Nadolski
Geschäftsführer der Harvey Nash Deutschland
Jahresrückblick
Die wichtigsten Themen, die uns im vergangenen Jahr beschäftigten, hier in einem kompakten Überblick.
Gallup Engagement Index: Jeder fünfte Arbeitnehmer hat innerlich gekündigt und zwei Drittel leisten Dienst nach Vorschrift - Führungsverhalten häufig Ursache für mangelnde emotionale Bindung
Personalexperten sehen einen Teufelskreis in vielen Organisationen. „Das von Gallup analysierte Problem ist nicht neu. Viele Unternehmen haben durchaus Anstrengungen unternommen, die Mitarbeiterbindung zu verbessern. Hektischer Gießkannen-Aktionismus geht allerdings häufig an den Bedürfnissen der Belegschaft vorbei. Man kann sogar so weit gehen, dass positive Feedbacks nur bei schon emotional gebundenen Mitarbeitern zu finden sind. Der geringe Erfolg vieler Bindungsprogramme steigert die Frustration in den Führungsetagen und verringert die Anstrengungen für neue Maßnahmen. Man sollte daher versuchen, die persönlichen Bedürfnisse des Einzelnen zu identifizieren und Anreize zu schaffen", rät Udo Nadolski vom Düsseldorfer Beratungshaus Harvey Nash. Das sei Aufgabe der Führungskräfte. „Der eine möchte einfach mehr ernstgenommen und gehört werden, beim Anderen steht der finanzielle Anreiz im Vordergrund", meint Nadolski.
IT-Karriere: Introvertierte Nerds gehören der Vergangenheit an
„Für deutsche IT-Unternehmen ist die Wirtschaftskrise beendet. Sie investieren massiv und entwickeln neue Produkte. Es werden quer durch alle Branchen gut ausgebildete Fachkräfte gesucht“, sagt Maximilian Nobis vom IT-Personaldienstleister Harvey Nash zum Start der CeBIT.
Cebit: IT-Experten gesucht – Deutsche Gepflogenheiten erschweren die Rekrutierung von ausländischen Fachkräften
Viele große Konzerne und auch Mittelständler sind noch längst nicht vollständig internationalisiert. Die Folge: Es wird häufig deutsch gesprochen. Und von neuen Mitarbeitern wird erwartet, dass auch sie die deutsche Sprache perfekt beherrschen. „Dadurch reduziert sich die Möglichkeit deutlich, eine exzellente ausländische Fachkraft zu gewinnen“, sagt Mark Hayes, ebenfalls von Harvey Nash. Selbst wenn sich ein Unternehmen für eine Fachkraft aus Europa entscheidet – durch die Sprachbarriere fällt die Integration schwer, sowohl auf fachlicher als auf zwischenmenschlicher Ebene, wie dem klassischen Smalltalk in der Kaffeeküche. Die Situation führe dazu, dass auch IT-Dienstleister, die deutsche Kunden betreuen, eigentlich gerne ausländische Experten einstellen möchten – sich aber ebenfalls zurückhalten, weil sie nicht wissen, ob sie die Fachkräfte einsetzen können. Hayes und Nobis raten ihren Kunden mittlerweile zu einer klaren Internationalisierungs-Strategie, etwa indem die Belegschaft an Englischkursen teilnimmt. Umgekehrt könnten Fachkräfte durch Sprachschulungen schneller integriert werden – selbst, wenn sie zu Beginn kein Deutsch könnten.
Fragen an den Personalberater: Werner Schmidt, Director Competence Center Recruitment Harvey Nash
Ideal ist es natürlich, weit im Vorfeld einer Bewerbung sich einen Namen in einem bestimmten Gebiet aufzubauen (durch Publikationen), sodass der Headhunter bei einem entsprechenden Mandat sofort an den Bewerber denkt. Im Bewerbungsverfahren selbst sicherlich indem die Bewerbungsunterlagen sich von den Standardbewerbungen gemäß Leitfaden XYZ unterscheiden.
Jobturbo Facebook - Aufmerksamkeit erregen ohne den Chef zu verwirren
„Auf Stellenanzeigen bekommen wir einen immer schwächeren Rücklauf. Viele Hochqualifizierte spielen zwar mit dem Gedanken, den Job zu wechseln, haben es aber nicht nötig, aktiv Bewerbungen zu schreiben. Dementsprechend verstärken wir bereits länger unsere Suche in sozialen Netzwerken und sprechen dort Kandidaten an“, bestätigt Maximilian Nobis vom IT-Personaldienstleister Harvey Nash den Netz-Trend.
Personaler denken in Schubladen
"Ich rate Managern, es auch einmal mit Kandidaten zu versuchen, die aus dem Raster fallen. Es gibt immer noch eine Probezeit, in der sich beide Seiten kennenlernen können", sagt Förster. Ein Ansatz, der gerade in Deutschland auf Probleme stößt, stellt Harvey-Nash-Personalexperte Maximilian Nobis fest.
CIOs setzen auf Multisourcing, Nischenanbieter und Business-Fokus
„Aufgabe und Bedeutung der IT haben sich mit Ende der Rezession grundlegend verändert“, berichtet Udo Nadolski, Geschäftsführer von Harvey Nash das zentrale Ergebnis der CIO Studie 2011 „Gefragt ist fortan eine schlankere, flexiblere Informationstechnologie, die von einem breiten Spektrum kleinerer, regionaler und ausländischer Anbieter vertrieben wird.“
Die Rezession hat die Bedeutung der IT grundlegend verändert
Laut Studienergebnissen der Harvey Nash Unternehmesgruppe erwarten CIOs künftig eine vielschichtige, flexible Zukunft, bei der Mobilgeräte die zentrale Rolle spielen.
Innovationspotenzial der IT liegt brach
Die IT-Verantwotlichen werden zu Dienstleistern in der eigenen Organisation degradiert. So beschreibt Udo Nadolski, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens Harvey Nash in Düsseldorf, den Status der CIOs in vielen europäischen Unternehmen. Besonders während der Rezession sei die Zahl der IT-Verantwortlichen, die direkt an den Vorstandschef berichten, drastisch zurückgegangen.
Studie: CIOs setzen auf schlanke IT
Der Einsatz flexibler Arbeitskräfte wird wichtiger. So beabsichtigen 84 Prozent der CIOs, diese ,,Manpower-Flexibilität” zu halten oder zu erhöhen. Die Mehrheit der CIOs (76 Prozent) beschäftigt Leiharbeiter, Zeitarbeiter und ausländische Fachkräfte. Der Anteil dieser zeitlich und vertraglich flexiblen Arbeitskräfte macht bis zu einem Viertel der gesamten Belegschaft aus.
AUTOMOBILBRANCHE
Freiberufliche Ingenieure schwieriger zu finden als IT-Freiberufler
Seit Monaten zieht der deutsche Automobilmarkt an. Doch langsam, aber sicher stoßen die Unternehmen an natürliche Grenzen – besonders im Bereich von Forschungs- und Entwicklungsprojekten: „Solche Projekte werden meistens mit Hilfe von freiberuflichen Ingenieuren unterstützt." Und diese Spezialisten zu finden sei noch schwieriger geworden als für die IT-Branche, sagt Mark Hayes, Leiter des Competence Center Engineering von Harvey Nash .
Wirtschaftskrise spaltet CIOs
Harvey Nash macht nach dem Ende der Wirtschaftskrise zwei Gruppen von CIOs aus. Eine Gruppe von CIOs scheine an der "Rezessions-Mentalität" festzuhalten und sich weiterhin auf das Senken von Kosten und die Steigerung der internen Effizienz zu konzentrieren. Die andere Gruppe erhalte dagegen mehr Budget und Ressourcen, um das Wachstum des Geschäftes zu unterstützen und den Kontakt mit den Kunden zu verbessern.
Google Plus-Plus und der Lustfaktor neuer Technologien: Was plant der Suchmaschinen-Gigant als nächstes?
„Google+ hat direkt erkennbar zwar keine semantischen Fähigkeiten. Es kann aber im Konzert mit anderen Google-Applikationen der entscheidende Baustein für die semantische Suche sein“, sagt Udo Nadolski, Geschäftsführer von Harvey Nash in Düsseldorf. Ein Beispiel, das dem IT-Personalexperten vorschwebt: Man sucht nach einem Auto, und angeboten wird mir nicht mehr eine Suchergebnisliste mit diversen Angeboten, sondern exakt der Wagen, der den eigenen Vorstellungen entspricht – ermittelt aus dem über die Zeit gewachsenen eigenen sozialen Profil.
IT-Profis gefragt
"Viele Firmen wollen auf dem neuesten Stand sein und bringen ihre IT auf Vordermann", kommentiert zum Beispiel Maximilian Nobis vom Personaldienstleister Harvey Nash aus Düsseldorf. Andererseits werde auch viel ausgelagert. "Besonders Cloud-Systeme werden immer interessanter", ergänzt der Experte. Software undIT-Services sorgen auch im laufenden Jahr für Jobwachstum.
Fachkräftemangel in Deutschland nur ein Mythos?
"Die Ansprüche unserer Kunden haben sich nicht geändert. Die Unternehmen suchen weiterhin die besten Kandidaten, die es auf dem Arbeitsmarkt gibt", so Mark Hayes, Leiter des Competence Center Engineering von Harvey Nash. Er vermittelt IT-Fachkräfte und Ingenieure an große Unternehmen der Automobil- und Zulieferbranche.
IT-Verbote schrecken Nachwuchs ab
IT-Personalexperte Udo Nadolski, Geschäftsführer von Harvey Nash in Düsseldorf weist noch auf einen anderen Aspekt hin: "Es verändern sich die Spielregeln in Staat und Wirtschaft. Wer hier weiter auf starre Kommandostrukturen setzt, verliert als Arbeitgeber an Attraktivität und bekommt auf dem Arbeitsmarkt nicht die besten Köpfe."
Steve Jobs und die echte Einfachheit
„Ein gut funktionierendes Produkt kann nicht gelingen, wenn Software und Hardware nicht zusammenspielen. Alles, was Apple auf den Markt bringt, entsteht durch ein holistisches Konzept und der völligen Abkehr von der klassischen Produktentwicklung. Steve Jobs fragte sich nicht, wie er die Vergangenheit verbessern kann. Er orientierte sich nicht am Status quo. Jobs war ausschließlich daran interessiert, etwas fundamental Anderes und Besseres in die Welt zu setzen“, so Nadolski, Geschäftsführer des IT-Beratungshauses Harvey Nash.
Jobs: Tipps für IT-Freiberufler
Die Honorare steigen wieder, und IT-Spezialisten gelten als gesuchte Fachkräfte. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass gute Jobs oder lukrative Aufträge von selbst kommen. Deshalb gibt Udo Nadolski, Geschäftsführer des Recruiting-Unternehmens Harvey Nash, einige Tipps, wie IT-Spezialisten am besten zu gut bezahlten Jobs oder Aufträgen kommen. Harvey Nash bezeichnet sich selbst als »Service Provider für Technical Recruitment, Outsourcing Services und Strategic Leadership« und sollte schon von daher über eine Menge Expertenwissen über die Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt verfügen.