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Women in Technology: 16. VDI Kongress der Frauen im Ingenieurberuf

Bernd Stahl spricht mit Priscilla Rodrigues, Projektleiterin WiT (Women in Technology) bei Harvey Nash Deutschland über den 16. VDI-Kongress der Frauen im Ingenieurberuf, der am 18.-19 Juli 2014 in Nürnberg stattfindet. Das Interview wurde in Englisch durchgeführt. Hier ist die Zusammenfassung in Deutsch.

 

BS: Priscilla, um was geht es beim 16. VDI-Kongress der Frauen im Ingenieurberuf?

PR: Der 16. VDI-Kongress der Frauen im Ingenieurberuf findet am 18. Und 19. Juli in Nürnberg statt. Wir führen ihn in Zusammenarbeit mit dem VDI durch. Das diesjährige Motto ist „Energie". Dabei geht es um mehrere Aspekte: Energie versus Technology, das Zusammenspiel von Energie, Umwelt und Mensch, etc. In den letzten Monaten wurde viel über Energie gesprochen: Energie-Ressourcen wie Treibstoff und Elektrizität, die Verwendung von Energie-Ressourcen, Erneuerbare Energien, oder ganz einfach die Frage, wie positive oder negative Energie von Menschen ausgehen kann. Energie kann in vielen unterschiedlichen Formen verwendet werden. Unser Team bietet auf dem Kongress einen Workshop an. Er konzentriert sich auf, wie wir positive Energie auf intelligente Weise in unseren Bewerbungsgesprächen einsetzten können.

BS: Was können die Leute von Euch in diesem Workshop erwarten? Wer sollte teilnehmen?

PR: Im Grunde jeder, unabhängig von der beruflichen Erfahrung, z.B. Studenten, die gerade ihren Abschluss gemacht haben, Professionals mit mehrjähriger Berufserfahrung, etc. Konkret geht es darum, wie man das Beste aus unserer Job-Suche und unserem Bewerbungsprozess machen kann, und vor allem, wie man dabei seine Energie in die richtige Richtung lenken kann.

BS: Welche Fragen werden auf dem Workshop beantwortet?

PR: Viele der Job-Suchenden heute verwenden ihre Energie darauf, wie man sein CV an eine möglichst große Anzahl von Firmen schicken kann. Dabei verliert man ganz leicht aus dem Auge, um was es bei der jeweils konkreten Stellenausschreibung überhaupt geht. Wir möchten unseren Teilnehmern erklären, wie man seine Energie besser einsetzen kann. Wir möchten unseren Teilnehmern erklären, dass es viel besser ist, sich zuerst einmal die Zeit zu nehmen, die Stellenausschreibung sorgfältig zu lesen. Und danach sendet man jeweils spezielle Bewerbungen an seine 5 bis 10 Traumjobs, statt 100 Standard-Bewerbungen an alle möglichen Firmen. Wie das praktisch geht, erfährt man in unserem Workshop.

BS: Der Ansatz ist also: finde zunächst heraus, was deinen Traumjob sein könnte und dann bewege dich in diese Richtung?

PR: Genau. Wir möchten bewirken, dass unsere Teilnehmer sich darauf konzentrieren, was genau es ist, was sie gerne tun möchten und sich dann überlegen, wie sie das auf die beste Weise erreichen können. Dabei geht es dann konkret darum, wie man sein CV schreibt, wie man das Anschreiben gestaltet, wie man sich auf ein Bewerbungsgespräch vorbereitet und welche Garderobe man wählt. Das gilt besonders auf für Leute, die schon über viele Jahre eine Beschäftigung haben und während dieser Zeit vergessen haben, wie man sich neu bewirbt.

BS: Exzellente Idee. Hast Du sie selber entwickelt oder externe Hilfe dazu gehabt?

PR: Ich bin seit 1999 im Recruiting und da habe ich eine ganze Menge Tipps gesammelt. Ich schaue mir täglich etwa 15 Lebensläufe an. Einige von ihnen heben sich von der Masse ab, andere nicht. Die Idee des Workshops ist, wie können Bewerber einen Lebenslauf schreiben, der besonders ist und sich abhebt, und der bewirkt, das Arbeitgeber aufmerksam werden und den Kandidaten als einen möglichen Angestellten in Erwägung ziehen.

BS: die Hauptbotschaft ist also: kläre zunächst deinen Traum und dann schreib deine Bewerbung?

PR: Ja.                                                              

BS: Wer kann zum Kongress kommen. Ausschließlich Frauen oder auch Männer?

PR: Sowohl Männer als auch Frauen. Es gibt sogar einige Workshops, die von Männern präsentiert werden.

BS: vielen Dank, Priscilla. Wir sind gespannt, was wir von diesem Thema in Zukunft noch alles hören werden.